::: Berichte :::
"Berlin, Berlin - Wir waren in Berlin"
(30.01.2005, Hertha BSC - FCB 0:0 )
Endlich war es mal wieder soweit. Unser Fanclub hatte für ein Auswärtsspiel 8 Karten bekommen ! Die 8 Plätze war schnell vergriffen und es wurde beschlossen aufgrund des Sonntagspiels bereits einen Tag früher anzureisen, um Berlin bei Nacht zu erleben.
Am Samstag um 6.oo Uhr war Treffpunkt am Sportheim Berg, dabei waren Daniel K., Daniel S., Lisse, Robi, Markus S., Muppe, Marco S. und ich. Nach zwei Stunden Fahrt war der erste Fahrerwechsel. Lisse übergab an Daniel S.. Nach insgesamt 4 Stunden und 22 Minuten Fahrt waren wir dann in Berlin direkt am Brandenburger Tor, zuvor waren wir den Kurfürstendamm entlang gefahren. Es herrschten genauso kalte Temperaturen wie bei uns zu Hause. Wir parkten unser Gefährt zwischen Siegessäule und dem Tor und erkundeten nun Berlin zu Fuß. Zunächst marschierten wir zum Brandenburger Tor, dann zum Reichstag und schließlich hinüber zum Potsdamer Platz. Danach ging es wieder mit dem Bus weiter. Wir kurvten ein paar Mal um den Alexanderplatz und machten den nächsten Halt am Palast der Republik. Da es Mittagszeit war und jeder einen Kohldampf hatte, stürmten wir in die nächst beste Gaststätte. Gestärkt machten wir uns nach einer guten Stunde auf die Suche nach unserer Unterkunft. Beim Ausparken hatten wir allerdings kleinere Probleme J (Insider).
Unsere Unterkunft, das "Meininger Hostel", befindet sich in der Mitte Berlins und ist sehr günstig. Wenn nun jemand denkt, es sei die letzte Absteige, der irrt. Bereits im Internet macht das Hostel einen guten Eindruck. Das Hostel ist eine Art von Jugendherberge in dem viele Touristen eine billige Bleibe finden. Es gibt auch in München ein Meiniger (http://www.meininger-hostel.de). Wir hatten ein Zimmer mit 4 Stockbetten und einem Bad inklusive Frühstück für 13,50 EURO pro Person gebucht. Für Berlin ein Wahnsinns Preis und die Unterkunft war echt ok. Die Herberge ist erst ca 3 Jahre alt, was man auch an unserem Bad erkennen konnte. Zu trinken hatten wir genug dabei. Die Kisten verstauten wir wegen dem kalten Wetter sicherheitshalber auf unserem Zimmer. Nun war relaxen angesagt. Der erste schlief während der Sportschau ein J
.Nach der Sportschau gingen wir dann zu Fuß in Richtung Potsdamer Platz, um das Sony Center bei Nacht zu bestaunen und natürlich ein Bierchen zu trinken. Nach 20min Fußmarsch kamen wir an uns haben uns im Lindenbräuhaus niedergelassen. Nach dem deftigen Abendessen ging es in das nebenan gelegene Australien-Bistro in dem wir den restlichen Abend verbrachten. Nach dem langen Tag waren um halb eins eigentlich alle kO und wir hatten ja noch ein paar Bierreserven auf unserem Zimmer. So machten wir uns auf den Rückmarsch.
Am nächsten Morgen ging es um 10 Uhr mit unserem Bus auf Sightseeing-Tour durch Berlin. Wir besuchten u.a. die Reste der Mauer in der Zimmerstraße, fuhren zum höchsten Punkt Berlins, den Prenzlauer Berg, am Checkpoint Charlie vorbei und nochmals rund um den Alexanderplatz mit dem Fersehturm "Alex". Mittags ging es dann in ein STEAK-House in der Nähe des Brandenburger Tors. Aufmerksam wurden wir auf das Restaurant durch eine Bus-Werbung : "RETTET die FISCHE, eßt mir Steaks".
Nach einem saftigen Steak ging es zum Olympiastadion. Wir wollten ziemlich früh dort sein, um das von Markus S. angefertigte neue rote Transparent mit weißen Schriftzug BERG/OPF gut zu positionieren. Wir hatten ziemlich bald in der Nähe des Stadions einen Parkplatz gefunden. Um ca.14.30 Uhr standen wir dann vor verschlossenen Toren. Lisse und Daniel S. gingen nochmals zurück zu einem Fanstand. Lisse frierte es in die Finger, deswegen kaufte er sich ein paar Bayern-Handschuhe. Daniel kaufte sich einen Schal und verlor wohl dabei seine Eintrittskarte. Auch alles suchen half nix, die Karte war weg. Glücklicherweise konnten wir aber für den gleichen Block eine Karte unter regulären Preis (15 statt 17,50 EURO) ergattern. Glück muss der Mensch haben. Um kurz vor vier öffneten sich dann die Pforten des Berliner Olympiastadions. Im Block angekommen waren die guten Plätze für Fanclub-Transparente bereits von Schickeria München und anderen vergeben. Wir konnten aber im Nachbarblock unser Transparent anbringen. Ein Nabbuger Fanmitglied leihte uns sein Klebeband aus, weil das Transparent am Betonsockel angeheftet werden mußte. Über das mäßige Spiel (Endergebnis 0:0) gibt es wenig aufregendes zu berichten. Die Stimmung im Block war mies, da die organisierten und treuen Bayernfans zum stillen Protest aufgerufen hatten. Es wurden einige Male Transparente hochgehalten, wie z.B. FREIHEIT FÜR DIE KURVE. Sonst kam keine Unterstützung aus der Kurve. Einige Preussen waren von der fehlenden Stimmung sehr enttäuscht, aber sie machten ihre eigene kleine Party im Block ("Mannschaft ! - ... weil wir so sexy sind ... "). In der Halbzeitpause machten die Berliner noch unseren Bernie bei einem kleinen Ski-Abfahrtslauf zum Deppen. Was will man auch anderes von Berlinern erwarten. Beim Einlaufen der Spieler in der zweiten Halbzeit wurde noch eine Rauchbombe in unserem Block gezündet. Innerhalb des Stadions war keine Polizeipräsenz (zumindest habe ich keinen Polizisten gesehen), es kam nur ein Ordner, der zuschaute wie die Rauchbombe abbrannte.
Um ca. 20 Uhr waren wir dann wieder in unserem Bus und machten uns auf die Heimfahrt. Unterwegs hatten wir Probleme mit der Scheibenwischanlage, weil uns das Spritzwasser ausging und wir normales Wasser an einem Parkplatz einfüllten. Dieses Wasser natürlich gefror. Da half auch das Nachschütten von echtem Frostschutzmittel nicht. So hatte ich als Fahrer zusätzlich zu den schlechten Straßenbedingungen auch noch schlechte Sicht. So konnte ich nicht sehr schnell fahren. Um ca. 3:15 Uhr erreichten wir schließlich doch noch unser geliebtes Berg.
© Frank Klein
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© Bilder v. Marco Schmidt